Günter Langenbergs Lyrikscheune


Sonntagsglück
30. Mai 2010, 10:18
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Sonntagmorgen in der Frühe.
Laufe los und treffe Kühe,
die schon auf der Weide stehen.
Muss danach ein Weilchen gehen,
um die Atmung zu entlasten.
Denke: Gut wär’s, mal zu fasten.

Trabe munter durchs Gelände,
hoffe auf ein starkes Ende
meines Laufs durch Wald und Feld.
Werde plötzlich angebellt.
Schrecksekunde, halber Dreh.
Nein, der Hund meint nur ein Reh.

Jetzt bergauf und leicht bergab.
Mache langsam, doch nicht schlapp.
Zielgerade dann im Blick.
Sage mir: Das letzte Stück
wirste auch noch fröhlich schaffen.
Vorher darfste nicht erschlaffen.

Ziel erreicht. Es staunt die Frau.
Trinke Wasser, schwitz wie Sau.
Aber gut ist das Gefühl.
Ziehe deshalb ins Kalkül,
auch am nächsten Sonntagmorgen
mich mit Laufglück zu versorgen.

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