Günter Langenbergs Lyrikscheune


Wie Feige
19. März 2001, 14:38
Filed under: Ernährung | Schlagwörter:

Weil ich zum Schwätzen eher neige,
als den begabten Mund zu halten,
verzeiht mir, dass ich hier nicht schweige,
wenn Dinge sich prekär gestalten:

Da fällt doch glatt aus dem Gezweige
des Feigenbaumes, unter dem
ich ruhe, eine junge Feige
auf meine Geige. – Wie extrem,
dass ausgerechnet meiner Geige
dies Früchtchen auf den Korpus haut,
ja, dass mir diese dumme Feige
die schöne Geige ganz versaut!

Damit ich allem Fallobst zeige,
wie sehr mich diese Tat pikiert,
verspeise ich die dreiste Feige
gleich so, wie sie sich mir serviert.

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