Günter Langenbergs Lyrikscheune


Advent für Adalbert
8. Dezember 2017, 08:10
Filed under: Liebe | Schlagwörter:

An einem Abend im Advent
stand Adalbert, der Kunststudent,
in seiner Bude vor der Leinwand
und malte Wolken, was er fein fand.

Doch wurden alle Wolken grau,
worauf des Malers Bildbeschau
ergab, dass er die Leinwand knüllte
und den Papierkorb damit füllte.

Auf einer neuen Leinwand dann
ein hübscher Kranz Gestalt gewann,
aus Tannengrün schön dicht geflochten,
die Kerzen rot mit weißen Dochten.

Und eine der vier Kerzen kriegte
ein gold’nes Flämmchen. Das besiegte
mit seinem wunderschönen Licht
des Malers graue Stimmung nicht.

Erst als die vierte Kerze brannte,
der helle Schein ihn übermannte.
Und Adalbert rief freudevoll:
„Das wird ein gutes Bild! – Jawoll!“

Er malte noch das Drumherum
mit flinkem Pinsel und Gesumm
und war begeistert von dem Werke,
erfüllt von kreativer Stärke.

„Advent“, sprach er, „Advent, Advent!
Jetzt, wo das vierte Kerzlein brennt,
geh‘ ich doch lieber mal zur Tür,
wo Christa steht, und öffne ihr.“

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