Günter Langenbergs Lyrikscheune


Menschlicher Wandel
23. August 2015, 15:40
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Die Spinne spinnt, die Katze katzt,
der Löwe löwt, die Ziege ziegt.
Der Dichter das Gedicht verpatzt,
obwohl es ihm am Herzen liegt.

Der Affe afft, die Taube taubt,
die Schlange schlangt, das Küken kükt.
Der Dichter es partout nicht glaubt,
dass er den Rest der Welt belügt.

Die Unke unkt, das Lama lamt,
die Schnecke schneckt, die Eule eult.
Der Dichter sich mit Glanz umrahmt,
doch ist sein Image längst verbeult.

Die Möwe möwt, der Drache dracht,
die Zirpe zirpt, der Hase hast.
Der Dichter wird vom Volk verlacht,
denn seine Dichtung ist verquast.

Die Meise meist, die Qualle quallt,
der Ochse ochst, die Grille grillt.
Der Dichter fühlt sich leer und alt.
Sein Lebensdurst ist bald gestillt.

Der Spanner spannt, die Raupe raupt,
die Biene bient, der Käfer käft.
Der Dichter senkt sein müdes Haupt.
Er lächelt sanft, bevor er schläft.

Der Brummer brummt, die Fliege fliegt,
die Krähe kräht und Fische fischen.
Der Dichter nicht sehr lange liegt.
Schon steht er auf, um mitzumischen.

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