Günter Langenbergs Lyrikscheune


Keine Scheune wie jede andere
1. März 2015, 17:05
Filed under: Scheune | Schlagwörter:

Diese Scheune bietet allen,
die an Komischem Gefallen
finden, Poesie zum Grinsen
sowie Weisheit voller Binsen.

schuppen1



Vom Frust zur Lust
1. März 2015, 17:00
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Alles muss man selber machen!
Schlicht und einfach alle Sachen,
die ei’m täglich unterkommen.
Wahnsinn! – Völlig mitgenommen
fühlt man sich und ausgelaucht,
irgendwie total missbraucht.

Ständig gibt’s ja irgendwas,
das nicht funktioniert und das
einen krass in Atem hält,
ei’m die Alltagslust vergällt.
Sachen gehen dann entzwei,
wenn’s nicht sein soll. Sauerei!

Unkaputtbar ist hingegen
das gemeine Senfglas. Wegen
solcher Sachen wird’s oft hässlich.
Mies geht’s ei’m – ganz unermesslich.
Und man lenkt die kalte Wut
auf den Müll. Und das tut gut!

Keiner trennt den Müll wie einer,
der viel Wut im Bauch hat. Keiner
haut das Glas aufs Glas, Papier
in die Tonne, das vom Tier
in den Restmüll wie ein Frust-
bürger. – Hrrrg! – Da steigt die Lust!



Aus berufenem Maule
21. Februar 2015, 08:30
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Zu Strubbelpummel sich gesellte
am Urinal der Hengst. Er stellte
sich so, dass man den Wasserstrahl,
der sehr geräuschvoll-jovial
aus ihm herausschoss, sehen musste,
was er an sich zu schätzen wusste.

Da Strubbelpummel kürzer zog,
ergab sich dieser Dialog:
“Na, Strubbelpummel, altes Pony!
Du kenns’ mich nich’ mehr? – Ich bin Ronny.
Bei dir läuft wohl nich’ allzu viel …?!
Is’ ja arg klein auch, dein Ventil.”

“Hey Ronny! – Wow! – Ein cooler Hengst
bist du vielleicht, doch wie du denkst,
ist dumpfbackig. Es kommt drauf an,
was man im Kopf hat. Strullen kann
auch jeder Vollidiot. Allein
Intelligenz erhöht das Sein.”



Revanche
15. Februar 2015, 08:30
Filed under: Liebe | Schlagwörter:

Am Valentinstag ist es so,
dass ich von ihr was Süßes kriege.
Die kleinen Schokoherzen. “Oh
wie nett!”, sag ich zu meiner Ziege.

Am White Day – einen Monat später –
bin ich als Bock mit Schenken dran.
Ich geb ihr einen Achtkaräter
aus Kandiszucker. Typisch Mann!



Schaflos
7. Februar 2015, 05:30
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Zwei Augen irren durch die Nacht,
allein und um den Schlaf gebracht.
Sie blicken hin und her und auf,
sind beide keineswegs gut drauf.

Sie stammen aus dem Kopf vom Schaf,
das auf der Strecke blieb und brav
verblich. Und weil sie schaflos sind,
die Augen, frösteln sie im Wind.

So schaflos wie das Augenpaar
fühlt manchmal sich der Mensch sogar,
wenn ihn sein Leben irritiert.
Das ist ja manchmal ramponiert.



Was bin ich?
4. Februar 2015, 18:30
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Fragen zur Körperform

Bin ich ein Kasten, eine Birne,
ein umgekehrtes Dreieck gar?
Mehr eine Sanduhr? – Meine Stirne
legt sich in Falten. – Eins ist klar:

Das Körperfett sucht Körperteile,
wo es bequem verbleiben kann.
Dort sammelt es sich ohne Eile
in einem hohen Maße an.

Dem Einen geht es auf die Hüften,
dem Andren eher auf den Bauch.
Man darf Persönliches mal lüften:
Nun ja, ich bin ein schwang’rer Schlauch.



Ollis Beschwerde
28. Januar 2015, 20:20
Filed under: Leben | Schlagwörter:

“Der Hahn is’ ja nich’ dicht!”,
schimpft Olli stante pede.
Vom Zapfhahn ist die Rede –
vom Gockelhahn hier nicht.

Als Olli steh’nden Fußes
sich über diesen Hahn
beschwert, misslingt sein Plan,
und Olli wähnt Abstruses.

Der Plan besteht darin,
das Bierfass anzustechen
und folglich schön zu zechen.
Jetzt spritzt das Bier dahin …




Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.