Günter Langenbergs Lyrikscheune


Keine Scheune wie jede andere
22. Dezember 2016, 09:03
Filed under: Scheune | Schlagwörter:

Diese Scheune bietet allen,
die an Komischem Gefallen
finden, Poesie zum Grinsen
sowie Weisheit voller Binsen.

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Geisterhaftes
22. Dezember 2016, 09:00
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Der Geisterhai: ein blasses Wesen
der Tiefsee, bisher einmal nur
gefilmt, ein Fisch, der von Natur
aus bläulich scheint. Ich sitz am Tresen

in meiner Kneipe und sag Inge,
der Wirtin, was ich davon halte.
Sie seufzt, zeigt deutlich mir geballte
Verachtung in Bezug auf Dinge,

die maritimen Ursprungs sind,
und hat mit Geisterhaftem nichts
am Hut. Sie meint: Klar, angesichts
chimärenhafter Wesen spinnt

die Fachwelt. Sensationen werden
gesteuert heutzutage. Tiere
mit Beinen sind okay. Vampire
und Geisterhaie nicht. Auf Erden

sind Menschen wirklich schlimm genug.
Auf Geister kann man da verzichten.
Die Geisterhaie sind mitnichten
ein Zugewinn. Und jetzt sei klug,

sagt Inge, und bedenke das,
was wichtig ist in deinem Leben.
Ich kann dir ’ne Boulette geben
und zapf dir noch ’n Bier vom Fass.



Der Frosch im Hals
4. Dezember 2016, 07:30
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Ich habe einen Frosch im Hals.
Wie ist er da hineingekommen?
Erinnerung gleich null. Und falls
sie käme, wäre sie verschwommen.

Ich muss mich räuspern, heftig husten.
Der Frosch in meinem Hals sitzt fest.
Ich rufe: Bitte melden, Houston!
Es gibt hier ein Problem. Es lässt

am besten sich wie folgt beschreiben:
Ich habe einen Frosch im Hals
und weiß nicht, wie’s passiert ist. Bleiben
darf dieser Lurch dort keinesfalls.

Ich rufe: Houston, bitte melden!
Es geht um meinen Hals, verflucht!
Ich zähle mich nicht zu den Helden,
die ganze Frösche schlucken. Sucht

mal jemand eine Lösung? – Hat
mal jemand eine Schnapsidee?
Der Frosch in meinem Hals … Und Cut!,
befiehlt der Regisseur. – Kaffee

für alle!, bellt er hinterher.
Am Filmset gibt es eine Pause.
Mein Frosch sitzt mir inzwischen quer
im Hals. Ich nenne ihn Banause.



Genant
2. November 2016, 07:30
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Dem arroganten Huhn
wär etwas anzutun.
Man könnte es schlicht schlachten,
was Urmenschen schon machten.
Man könnte es auch jagen
und dann zu Grabe tragen.

Warum ich’s toleriere,
das Huhn, das arrogante?
Weil ich mich halt geniere.
Das Huhn heißt Rosinante,
hat nur noch eine Niere
und lebt bei meiner Tante.



Der pfiffige Pfifferling
8. September 2016, 16:00
Filed under: Pflanzen | Schlagwörter:

Es war einmal ein Pfifferling,
der pfiffig seines Weges ging.
Erst über Land, dann in die Stadt,
wo er Familie Nimmersatt
die ungemeine Freude machte,
dass er von ihrer Pizza lachte.
Als schlauer Pilz der Pfifferling
es schaffte, hier sein eig’nes Ding
zu machen. Seine Landung auf
der Pizza nahm er gern in Kauf,
denn meistens landen Pfifferlinge
in Saucen oder Suppen. Schwinge
zu Höherem dich auf!, war sein
Gedanke stets gewesen, klein
und kurz nicht seine Art zu enden.
Er ließ es gern dabei bewenden,
der Pfifferling, und hatte Spaß,
als Vater Nimmersatt ihn aß.



Eine kleine Dübel-Lehre
4. September 2016, 06:30
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Hol den Dübel aus der Zwiebel!
Er gehört woanders rein.
Wie man aus der Dübel-Fibel
weiß, sind es Beton und Stein,
die geeignet sind für Dübel.

Weicher Baustoff ist von Übel
für den Dübel; beispielsweise
Leichtbaustoffe (sehr sensibel
Gipskarton). Ich sag es leise:
Zieh den Dübel aus der Zwiebel!



Hoch Horst
29. August 2016, 10:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Hoch Horst zog hitzig übers Land
und schuf die höchsten Temp’raturen.
Es wurde Vollhorst auch genannt
und hinterließ Verbrennungsspuren.

Zum einen hat der Wald gebrannt
aufgrund von großer Trockenheit,
zum andren an der Waterkant
die Haut der Menschen. Welch ein Leid!

Hoch Horst erhitzte die Gemüter
in Bayern außerordentlich,
weil dort ein völlig abgebrühter
Parteifreund Horst mit Horst verglich.

Das Hoch zog ab. Ihm folgte Kitty,
ein Tief, wie es im Buche steht.
Es wurde nass und pretty shitty.
Da blieb zuhaus selbst der Poet.