Günter Langenbergs Lyrikscheune


Keine Scheune wie jede andere
7. Januar 2018, 19:24
Filed under: Scheune | Schlagwörter:

Diese Scheune bietet allen,
die an Komischem Gefallen
finden, Poesie zum Grinsen
sowie Weisheit voller Binsen.

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Mein Lieblingswitz:

Ein Bär rennt durch den Wald. Dabei schreit er die ganze Zeit: “Kugel, Kugel, Kugel !!!“ Ein Kaninchen kommt angehoppelt und fragt ihn verwundert, warum er das tue. „Ich kann nicht anders“, erklärt der Bär. „Ich bin ein Kugel-schrei-Bär.“

(Erfinder unbekannt)

Poezia

Und hier kommt mein jüngstes Gedicht: 

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Der Ohrwurm
7. Januar 2018, 19:20
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Der Wurm in meinem Ohr
tut sich enorm hervor.
Als Ohrwurm zeigt er ständig,
wie ungemein lebendig
und talentiert er ist.
Der Wurm ist ein Sadist.

Er mischt sich dauernd ein,
lässt niemals mich allein
mit mir und hält mir vor,
er sei mein Held im Ohr.
Als Ohrwurm ist er top,
für mich jedoch ein Snob.

Der Wurm gibt keine Ruh.
Ich krieg kein Auge zu,
weil er sich unentwegt
gehörgangsmäßig regt
und mich mit Sprüchen flutet.
Ich wünsch mir, dass er blutet.

Je mehr der Ohrwurm wächst,
je länger wird sein Text.
Was er mir endlos sagt,
mich ungeheuer plagt.
Der Wurm ist mir ein Graus.
Wer hilft und holt ihn raus?



Der Menschenfreund
27. Dezember 2017, 11:00
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Zum Jahr des Hundes 2018

Der Hund, den man zum Freund gewinnt,
wird einen nicht enttäuschen. Sind
doch Hunde sehr loyale Wesen,
grundehrlich, dazu auserlesen
von der Natur, den Menschen mit
Verschwiegenheit auf Schritt und Tritt,
Humor und Tempo zu begleiten.
Die Energie muss man beizeiten
zu deuten wissen, die der Hund
dem Menschen widmet. Er tut kund,
dass er als treuer Kamerad
bis an das Ende aller Tat
an Herrchens oder Frauchens Seite
zu sein hat. Nichts in Haaresbreite
passt jemals zwischen einen Hund
und die Person im Lebensbund,
für die Verantwortung er fühlt.
Er wäre sichtlich aufgewühlt
und irritiert, wenn irgendwas
dies störte. Hund und Mensch sind krass
in ihrer Freundschaft zueinander.
Mein Hund heißt O – wie Oleander.



Advent für Adalbert
8. Dezember 2017, 08:10
Filed under: Liebe | Schlagwörter:

An einem Abend im Advent
stand Adalbert, der Kunststudent,
in seiner Bude vor der Leinwand
und malte Wolken, was er fein fand.

Doch wurden alle Wolken grau,
worauf des Malers Bildbeschau
ergab, dass er die Leinwand knüllte
und den Papierkorb damit füllte.

Auf einer neuen Leinwand dann
ein hübscher Kranz Gestalt gewann,
aus Tannengrün schön dicht geflochten,
die Kerzen rot mit weißen Dochten.

Und eine der vier Kerzen kriegte
ein gold’nes Flämmchen. Das besiegte
mit seinem wunderschönen Licht
des Malers graue Stimmung nicht.

Erst als die vierte Kerze brannte,
der helle Schein ihn übermannte.
Und Adalbert rief freudevoll:
„Das wird ein gutes Bild! – Jawoll!“

Er malte noch das Drumherum
mit flinkem Pinsel und Gesumm
und war begeistert von dem Werke,
erfüllt von kreativer Stärke.

„Advent“, sprach er, „Advent, Advent!
Jetzt, wo das vierte Kerzlein brennt,
geh‘ ich doch lieber mal zur Tür,
wo Christa steht, und öffne ihr.“



Der Nachbar
5. Dezember 2017, 09:45
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Recht häufig steht mein Nachbar auf
Balkonien und schaut herauf.
Vielleicht blickt er gezielt ins Leere,
vielleicht auch auf die Konifere,
die mein Balkönchen zierlich schmückt.
Ist dieser Nachbar wohl verrückt?

Vermutlich nicht. Er könnte schlicht
nur einsam sein. Ich frag mich: Spricht
da was dagegen, mit ihm in
Kontakt zu treten? Welchen Sinn
ergäb das? – Nein, ich lass es sein.
Ich bring mich besser da nicht ein.

Mein Nachbar ist – so weit ich seh –
kein Raucher. Aber ich. Ich steh
auf dem Balkönchen, um zu paffen,
denn dafür ist es wie geschaffen.
Jetzt hat er mir grad zugewinkt,
der Nachbar. Ich bin ungeschminkt

und noch im off’nen Morgenmantel.
Blickt er auf mich wie die Tarantel
auf ihre Beute? – Krass. Ich wink
zurück und zeig ihm sehr viel Pink.
Dessous in Pink, die mag er sicher.
Ich hör mein eigenes Gekicher.



Advent, Advent!
3. Dezember 2017, 17:00
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Das furchtbare Adventsgedicht

Advent, Advent!
Die Katze brennt.
Erst brennt der Schwanz,
dann brennt sie ganz.
Doch nicht „in echt“.
Das wär‘ nicht recht.

Advent



Das Credo eines Superreichen
3. Dezember 2017, 15:30
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Vor dem Spiegel steht er.
Ihm gefällt sein Bild.
Macht – viel Macht – ist alles.
Noch mehr Macht für mich
macht’s, denn Macht ist geil.
Her mit all der Macht,
die mein Geld erkauft!
Macht macht mich so sinnlich,
törnt mich mächtig an,
macht mich attraktiv.
Mammon, Macht und Miezen:
Triple M fürs Ego,
die Dreifaltigkeit.
Gott, was bin ich machtvoll!