Günter Langenbergs Lyrikscheune


Keine Scheune wie jede andere
21. Juni 2017, 01:10
Filed under: Scheune | Schlagwörter:

Diese Scheune bietet allen,
die an Komischem Gefallen
finden, Poesie zum Grinsen
sowie Weisheit voller Binsen.

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Ich warte …
20. Juni 2017, 18:00
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Ich warte nun schon ziemlich lange
und weiß bis heute nicht worauf.
Ich steh in keiner Warteschlange,
nehm keinen Warteraum in Kauf.
Und doch bewegt mich ein Gefühl,
dass alles Warten führt ans Ziel.

Nur weiß ich nicht, an welches Ziel
und was damit verbunden wäre.
Es ist ein pochendes Gefühl.
Es wächst in mir, wird zur Schimäre.
Ich frag mich: Worauf wartest du?
Mir scheint, die Antwort ist tabu.



Der Zünsler
19. Juni 2017, 16:30
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Hört erstmals man den Namen Zünsler,
denkt man vielleicht, von einem Küns’ler
sei wohl die Rede, einem King
der Szene. Doch ein Schmetterling
trägt einzig diesen Namen, der
manch einem klingt wie Luzifer.

Der Buchsbaumzünsler stirbt als Falter
bereits in einem jungen Alter.
Davor lebt er als Raupe aber
verhältnismäßig lang. Makaber
ist hierbei, dass der Nimmersatt
als Futter nur den Buchsbaum hat.

Der Zünsler frisst ihm ganz geschwinde
die Blätter weg und auch die Rinde,
sodass der Buchsbaum bald vergeht
und dann verdorrt im Garten steht.
Der Zünsler ist des Buchsbaums Tod.
Seh ich den Zünsler, seh ich rot.

Mein Buchsbaum muss gerettet werden.
Es gilt, den Zünsler zu gefährden,
den Kampf ihm giftig anzusagen.
Dem Schädling geht es an den Kragen.
Ich spritz das Mittel Raupenfrei
und denk nur Gutes mir dabei.



Es geht um die Wurst
15. Juni 2017, 21:10
Filed under: Ernährung | Schlagwörter:

Hey Fuchs, du hast die Wurst versteckt.
Jetzt sag mir, wo sie ist!
Der Frühstückstisch wird hier gedeckt,
die Wurst bereits vermisst.

Hey Fuchs, hast du die Wurst geklaut
und sie sofort gefressen?
Du hast das Frühstück mir versaut.
Ich werd’s dir nie vergessen.

Den Wurstgeschmack noch voll im Maul,
denkt sich der Fuchs das Seine.
Hey Fuchs, du fühlst dich satt und faul?
Na wart, ich mach dir Beine!

Ich häng an deinem Schwanz dich auf,
wenn du hier nicht verschwindest.
Hey Fuchs, verpiss dich! Abmarsch, lauf!
Erweck den Schein zumindest!

Der Fuchs denkt sich das Seine und
gibt schleunigst Fersengeld.
Mir fehlt die Wurst. Mein Morgenmund
ist schweigsam. Öde Welt!



Warum wohl Wumm?
8. Juni 2017, 13:30
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Der lange Regenwumm
bohrt viel im Erdreich rum.
Bei Regen kommt er raus
aus seinem Erdlochgraus.

Hier fragt das Publikum:
Warum denn Regenwumm?
Das sei doch sprachlich krumm
und klinge etwas dumm.

Es reimen sich auf Wurm
ausschließlich Turm und Sturm.
Nicht richtig wär abnurm,
genau wie Regenschurm.

Hingegen reimt auf Wumm
sich glatt ein Maximum
an Wörtern. Drum kurzum
braucht’s hier den Regenwumm.

Und dieser Regenwumm
kriecht brav im Erdreich rum,
was für ihn sinnvoll ist,
weil er nur Erde frisst.



Paul das Maul
29. Mai 2017, 08:45
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Den Riesenmaulhai nenn ich Paul,
weil Paul das Maul mir gut gefällt
und dieser Hai mit seinem Maul
sich strikt an meine Regel hält.

Und die besagt, dass Futter ist,
was vorher noch gelebt hat. Krill
heißt das, was Paul beständig frisst.
In meinem Fall ist’s Fleisch vom Grill.



Eine Richtigstellung
24. Mai 2017, 18:50
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Mein Hamster bohnert nicht. Mein Schwein
hat keineswegs gelernt zu pfeifen.
Mei’m Muli fällt mitnichten ein
zu priemen. Kautabak in Streifen –
und auch in andrer Form – ist ihm
zuwider. Pfui ist jeder Priem.

Doch eines, was ich häufig hör,
ist richtig: Ja, mein Frosch hat Locken.
Er geht damit nicht zum Friseur,
denn der wär völlig von den Socken,
wenn er ihn säh so grün und glatt
und wo er seine Locken hat.