Günter Langenbergs Lyrikscheune


Keine Scheune wie jede andere
26. Juli 2016, 11:20
Filed under: Scheune | Schlagwörter:

Diese Scheune bietet allen,
die an Komischem Gefallen
finden, Poesie zum Grinsen
sowie Weisheit voller Binsen.

schuppen1

Urheberrecht / Copyright

Die Inhalte dieser Webseite (Texte und Fotografien) sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen daher nur mit Zustimmung des Rechteinhabers, Günter Langenberg, verwendet werden. Bitte fragen Sie Günter Langenberg per E-Mail (guenter_48@hotmail.com), falls Sie Inhalte dieser Webseite verwenden möchten.
Verknüpfungen zu den Texten sind gestattet und willkommen.
Wer gegen das Urheberrecht verstößt (z.B. die Inhalte unerlaubt auf die eigene Homepage kopiert), macht sich gem. § 106 ff Urhebergesetz strafbar. Er wird zudem kostenpflichtig abgemahnt und muss Schadensersatz leisten. Kopien von Inhalten können im Internet ohne großen Aufwand verfolgt werden.



Der Hering als solcher
26. Juli 2016, 11:00
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Der Hering ist und bleibt für immer
ein Fisch. Er wird als Herr der Ringe
nicht namhaft werden. Aber schlimmer
kann es für ihn, der nur geringe
Entwicklungsfähigkeiten hat,
wohl auch nicht werden. Dieser Fisch
ist gut gelitten im Salat,
doch nicht der Hit auf jedem Tisch.

Der Hering – selbst der Hinundhering –
sei annehmbar, doch sehr gewöhnlich.
Dies äußerte Herr Müntefering –
in Sachen Fisch recht unversöhnlich -,
wobei er sachlich konzidierte:
„Es war allein des Reimes wegen,
dass ich den Hering promovierte.
Er kam mir insofern gelegen.“

Der Bismarckhering ist für mich
als Katerfrühstück von Int’resse.
Bei leichter Übelkeit, wo’s sich
verbietet, dass ich groß was esse,
sind sauer marinierte Lappen,
die aufgerollt auch Rollmops heißen,
im Ganzen angenehme Happen,
die mir den Magen nicht zerreißen.

Der Hering ist und bleibt für immer
ein Fisch, auf den man runterschaut.
Doch dieser hat ja keinen Schimmer
davon, wie man ihn sieht, und laut
empören könnte er sich nicht.
Insofern tut es ihm ganz gut,
sein Leben still im Heringslicht
zu fristen. Alles ohne Wut.



Der Fänger im Mais
20. Juli 2016, 13:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Gleich hinterm Mais erscheinen die Vogesen,
als seien sie schon immer dort gewesen.
Ich trink ein Fußpils auf die Freiheit und
das Go von Pokémon. Die Welt ist rund
an diesem Montag, wo das neue Game
mich in den grünen Mais lockt. Who’s to blame?
Ich bin bemüht, dort Pokémon zu fangen.
Am liebsten Pikachu, den gelben Rangen.
Stattdessen kommt der Maiswolf aus dem Nichts
und meint, er sei kein Reißwolf. Er verspricht’s.
Im Mais liegt Wahrheit. Und die Wahrheit ist:
Die Pokémon … die haben sich verpisst …



Der Untergang
8. Juli 2016, 10:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Der schönste Untergang
war der der Abendsonne.
Sie sank minutenlang
ins Meer. Von meiner Tonne
am Strand aus sah ich ihn
mir an, den Untergang.
Die Abendsonne schien
ganz feuerrot. Der Klang
der sanften Wellen war
die passende Musik.
So unverwechselbar
wie eine Wurstfabrik.
Das wohlige Empfinden
blieb mir noch ein’ge Zeit
erhalten. Tamarinden-
Likör schenkt Leichtigkeit.



Sturmwarnung
9. Mai 2016, 19:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Die Fähren der Ägäis bleiben in den Häfen,
und ihre Kapitäne reiben sich die Schläfen.
Man nennt respektvoll sie die Sieben-Meere-Bären.
Den Teufel hassen sie und unsichtbare Schären.
Vertrauen schenken sie den dicken Ankertauen
und in den Hafenvierteln allen schönen Frauen.

Die Fähren der Ägäis bleiben in den Häfen,
weil sie auf hoher See auf Riesenwellen träfen,
die im Orkan zum sich’ren Untergang sie brächten,
sie in die Tiefe zögen zu den finstren Mächten,
die alles Menschliche verachten. Kapitäne
vor allen Dingen. Wissend lächelt die Muräne.



Im „Off“
1. Mai 2016, 19:00
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Die Bananisierung des Landes
beginnt mit dem „Off“ des Verstandes
der Bürger durch wollweiche Drogen.
Das Fazit: Sie werden betrogen.

Politiker haben das Sagen,
die nichts außer Ego-Tripps wagen.
Das Geld und die Macht nur sind wichtig.
Wer so spielt, der liegt immer richtig.

Im „Off“ ist das Leben banal
und willentlich ohne Moral.
Die Bürger – bekifft und banane –
sind offen für alles Profane.

Am Ende ist gar nichts mehr drin.
Bananenland sinkt und ist hin.
Und GOTT kriegt den göttlichen Graus.
Er knipst die Laborlampe aus.



Frühlingsgrün
23. April 2016, 10:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Mein Garten grünt. Er grünt so kühn.
Und auf Balkonien wird’s grün.
Auch außerhalb in Wald und Feld
ergrünt fast die gesamte Welt.
Und grün sind jetzt Luisas Haare.
Für mich ist das nicht so das Wahre.




Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 28 Followern an