Günter Langenbergs Lyrikscheune


Keine Scheune wie jede andere
9. Mai 2016, 19:08
Filed under: Scheune | Schlagwörter:

Diese Scheune bietet allen,
die an Komischem Gefallen
finden, Poesie zum Grinsen
sowie Weisheit voller Binsen.

schuppen1

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Sturmwarnung
9. Mai 2016, 19:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Die Fähren der Ägäis bleiben in den Häfen,
und ihre Kapitäne reiben sich die Schläfen.
Man nennt respektvoll sie die Sieben-Meere-Bären.
Den Teufel hassen sie und unsichtbare Schären.
Vertrauen schenken sie den dicken Ankertauen
und in den Hafenvierteln allen schönen Frauen.

Die Fähren der Ägäis bleiben in den Häfen,
weil sie auf hoher See auf Riesenwellen träfen,
die im Orkan zum sich’ren Untergang sie brächten,
sie in die Tiefe zögen zu den finstren Mächten,
die alles Menschliche verachten. Kapitäne
vor allen Dingen. Wissend lächelt die Muräne.



Im „Off“
1. Mai 2016, 19:00
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Die Bananisierung des Landes
beginnt mit dem „Off“ des Verstandes
der Bürger durch wollweiche Drogen.
Das Fazit: Sie werden betrogen.

Politiker haben das Sagen,
die nichts außer Ego-Tripps wagen.
Das Geld und die Macht nur sind wichtig.
Wer so spielt, der liegt immer richtig.

Im „Off“ ist das Leben banal
und willentlich ohne Moral.
Die Bürger – bekifft und banane –
sind offen für alles Profane.

Am Ende ist gar nichts mehr drin.
Bananenland sinkt und ist hin.
Und GOTT kriegt den göttlichen Graus.
Er knipst die Laborlampe aus.



Frühlingsgrün
23. April 2016, 10:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Mein Garten grünt. Er grünt so kühn.
Und auf Balkonien wird’s grün.
Auch außerhalb in Wald und Feld
ergrünt fast die gesamte Welt.
Und grün sind jetzt Luisas Haare.
Für mich ist das nicht so das Wahre.



Das Bakterium
12. März 2016, 15:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Er hatte einen krassen Traum,
als er am Strand des Weltmeers saß
und in der Gischt der Wellen las,
in ihrer Landung, ihrem Schaum.

Ihm träumte, dass Bakterien
den Plastikmüll am weiten Strand,
den man auf Schritt und Tritt dort fand,
vertilgten, die Materien

aus Kunststoff transformierten in
organische Substanzen, die
sich mit dem Sand vermischten, wie
es die Natur seit Anbeginn

der Zeit bestimmt. Er wachte auf.
Die Plastikschmatzer wären klar
die Lösung. Jedes Exemplar
wär Gold wert. Und schon im Verlauf

der nächsten 100 Jahre würde
der Plastikmüll aus allen Meeren
verschwinden. Man wird mich verehren,
versprach er sich, wenn ich die Bürde

des Plastikmülls der Menschheit nehme
und ein Bakterium kreiere,
das Kunststoff macht zu Bioschmiere.
Vielleicht zu Anti-Aging-Creme?



Ein Gefühl
28. Februar 2016, 13:00
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Steht ein Hirsch vor meinem Zaun.
Und ich seh ihn da und staun
gar nicht schlecht. Was will der Hirsch
wohl von mir? – Ganz leise pirsch
ich bei Gegenwind mich ran
an den Hirsch. So gut ich kann,
will ich mich in Deckung halten
und Gerüche nicht entfalten.

Doch der Hirsch vor meinem Zaun
wittert mich. Um abzuhaun,
ist die Lage für ihn nicht
ernst genug. Und vieles spricht
hier dafür, dass er in mir
einen Freund von Horngetier
sieht und einfach mal vermutet,
dass sein Reiz mich überflutet.

Als wir voneinander scheiden,
wir, die achtungsvoll auf beiden
Seiten meines Zaunes stehn
und sich in die Augen sehn,
herrscht so ein Gefühl, dass wir
uns vertraun, dass Mensch und Tier
den Respekt sich nicht verweigern.
Das Gefühl lässt sich noch steigern.



Deppenzeichen
14. Februar 2016, 08:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Der Deppenapostroph, den man
in „Willi’s Imbiss“ sehen kann
und auch in „Oma’s Dirndlkleid“,
geht mittlerweile mir zu weit.
Korrekt ist „Connies Ziegenfarm“
und „Michaels Tattoo am Arm“.

Noch schlimmer ist die „Deppen Lücke“,
wie man hier sieht. Die „Bogen Brücke“
der deutschen Sprache ist lädiert.
Durch „6 Korn Brötchen“ ramponiert
und „Milch Kaffee“ krass unterspült,
geht sie kaputt – zunächst gefühlt.

Man muss die Deppenlücken schließen,
in toto Bogenbrücken gießen
und Sechskornbrot zum Milchkaffee
servieren, auch den „Früchte Tee“
durch Früchtetee ersetzen und
den „Erd Beer Mund“ durch Erdbeermund.




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