Günter Langenbergs Lyrikscheune


Keine Scheune wie jede andere
29. August 2016, 10:10
Filed under: Scheune | Schlagwörter:

Diese Scheune bietet allen,
die an Komischem Gefallen
finden, Poesie zum Grinsen
sowie Weisheit voller Binsen.

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Hoch Horst
29. August 2016, 10:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Hoch Horst zog hitzig übers Land
und schuf die höchsten Temp’raturen.
Es wurde Vollhorst auch genannt
und hinterließ Verbrennungsspuren.

Zum einen hat der Wald gebrannt
aufgrund von großer Trockenheit,
zum andren an der Waterkant
die Haut der Menschen. Welch ein Leid!

Hoch Horst erhitzte die Gemüter
in Bayern außerordentlich,
weil dort ein völlig abgebrühter
Parteifreund Horst mit Horst verglich.

Das Hoch zog ab. Ihm folgte Kitty,
ein Tief, wie es im Buche steht.
Es wurde nass und pretty shitty.
Da blieb zuhaus selbst der Poet.



Lebensverlängerndes
11. August 2016, 08:00
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Lebensverlängernd ist das,
was ihn erbaut, nämlich Spaß,
köstlicher Wein und Musik
und hin und wieder ein Kick.
Letzteren geben ihm Frauen,
die ihn besonders erbauen.



Der Hering als solcher
26. Juli 2016, 11:00
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Der Hering ist und bleibt für immer
ein Fisch. Er wird als Herr der Ringe
nicht namhaft werden. Aber schlimmer
kann es für ihn, der nur geringe
Entwicklungsfähigkeiten hat,
wohl auch nicht werden. Dieser Fisch
ist gut gelitten im Salat,
doch nicht der Hit auf jedem Tisch.

Der Hering – selbst der Hinundhering –
sei annehmbar, doch sehr gewöhnlich.
Dies äußerte Herr Müntefering –
in Sachen Fisch recht unversöhnlich -,
wobei er sachlich konzidierte:
„Es war allein des Reimes wegen,
dass ich den Hering promovierte.
Er kam mir insofern gelegen.“

Der Bismarckhering ist für mich
als Katerfrühstück von Int’resse.
Bei leichter Übelkeit, wo’s sich
verbietet, dass ich groß was esse,
sind sauer marinierte Lappen,
die aufgerollt auch Rollmops heißen,
im Ganzen angenehme Happen,
die mir den Magen nicht zerreißen.

Der Hering ist und bleibt für immer
ein Fisch, auf den man runterschaut.
Doch dieser hat ja keinen Schimmer
davon, wie man ihn sieht, und laut
empören könnte er sich nicht.
Insofern tut es ihm ganz gut,
sein Leben still im Heringslicht
zu fristen. Alles ohne Wut.



Der Fänger im Mais
20. Juli 2016, 13:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Gleich hinterm Mais erscheinen die Vogesen,
als seien sie schon immer dort gewesen.
Ich trink ein Fußpils auf die Freiheit und
das Go von Pokémon. Die Welt ist rund
an diesem Montag, wo das neue Game
mich in den grünen Mais lockt. Who’s to blame?
Ich bin bemüht, dort Pokémon zu fangen.
Am liebsten Pikachu, den gelben Rangen.
Stattdessen kommt der Maiswolf aus dem Nichts
und meint, er sei kein Reißwolf. Er verspricht’s.
Im Mais liegt Wahrheit. Und die Wahrheit ist:
Die Pokémon … die haben sich verpisst …



Der Untergang
8. Juli 2016, 10:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Der schönste Untergang
war der der Abendsonne.
Sie sank minutenlang
ins Meer. Von meiner Tonne
am Strand aus sah ich ihn
mir an, den Untergang.
Die Abendsonne schien
ganz feuerrot. Der Klang
der sanften Wellen war
die passende Musik.
So unverwechselbar
wie eine Wurstfabrik.
Das wohlige Empfinden
blieb mir noch ein’ge Zeit
erhalten. Tamarinden-
Likör schenkt Leichtigkeit.



Sturmwarnung
9. Mai 2016, 19:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Die Fähren der Ägäis bleiben in den Häfen,
und ihre Kapitäne reiben sich die Schläfen.
Man nennt respektvoll sie die Sieben-Meere-Bären.
Den Teufel hassen sie und unsichtbare Schären.
Vertrauen schenken sie den dicken Ankertauen
und in den Hafenvierteln allen schönen Frauen.

Die Fähren der Ägäis bleiben in den Häfen,
weil sie auf hoher See auf Riesenwellen träfen,
die im Orkan zum sich’ren Untergang sie brächten,
sie in die Tiefe zögen zu den finstren Mächten,
die alles Menschliche verachten. Kapitäne
vor allen Dingen. Wissend lächelt die Muräne.




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