Günter Langenbergs Lyrikscheune


Keine Scheune wie jede andere
13. Juli 2017, 16:10
Filed under: Scheune | Schlagwörter:

Diese Scheune bietet allen,
die an Komischem Gefallen
finden, Poesie zum Grinsen
sowie Weisheit voller Binsen.

schuppen1

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Schlaflos in Berlin
13. Juli 2017, 16:00
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Denk ich an die Schlaftablette,
immer an die Schlaftablette,
die ich jetzt so gerne hätte,
wenn nicht gar am liebsten hätte,
diese runde, weiße, fette,
wirkungsvolle Schlaftablette,

bin ich schlaflos längst im Bette,
einem Dreck von Boxspringbette.
Weichmatratze. Jede Wette:
Montagsmurks. Und eine fette,
runde, weiße Schlaftablette
wär, was ich jetzt gerne hätte.

Schlaflos in Berlin? Man rette
sich von Bar zu Bar. Die Wette
gilt, und ich verlier, als hätte
ich es nicht gewusst. So nette
Menschen um mich rum! Annette
beispielsweise. Doch im Bette

lande ich allein. Komplette
Desillusionierung. Hätte
ich doch nur die Schlaftablette,
diese runde, weiße, fette,
wirkungsvolle Schlaftablette!
Wirkungsvoll wär auch Annette …



Der Mond
10. Juli 2017, 14:00
Filed under: Welt | Schlagwörter:

Der Mond ist weggegangen.
Nicht auf-, nicht unter-, weg-.
Er wird wohl neu anfangen,
sieht darin einen Zweck.

Trabant der Erde will er
auf keinen Fall mehr sein.
Er wünscht sich’s deutlich stiller
mit wen’ger Sonnenschein,

will eh’r im Dunklen bleiben
und sich ganz leise drehen,
anstatt perfidem Treiben
auf Erden zuzusehen.

Auch würd er’s gern vermeiden,
dass Menschen auf ihm landen.
Er kann das gar nicht leiden
und wär nicht einverstanden.

Die Flaggen, die man in
die Kraterhaut ihm stieß,
sind weiß schon oder hin.
Dass man sie stehen ließ,

gilt wohl als Machtbeweis.
Man wollte Flagge zeigen,
sich brüsten mit dem Scheiß.
Ein Grund, um auszusteigen,

um wegzugehen. Weg
ist jetzt der Mond gegangen,
bestrebt, an einen Fleck
der Ruhe zu gelangen.



Guter Hoffnung
2. Juli 2017, 19:00
Filed under: Tiere | Schlagwörter:

Im Schwarzwald gibt es gute Hoffnung
für unsren deutschen Auerhahn.
Wir schaffen für ihn lichte Flächen
und reduzieren Wildschweinwahn.

Kaum eine Lichtung gab es mehr
im Schwarzwald für den Auerhahn.
Das hat sein Volk extrem behindert.
Die Fortpflanzung kam aus der Bahn.

Die Wildsau störte vehement
des deutschen Auerhahnes Ruhe.
Sie landet deshalb jetzt verstärkt
im Schwarzwald in der Tiefkühltruhe.

Und deshalb gibt es gute Hoffnung
im Schwarzwald für den Auerhahn,
den derart deutschen Hühnervogel,
dem wir sind herzlich zugetan.



Sonnenschein
2. Juli 2017, 06:40
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Vom Himmel hoch die Sonne lacht,
was sie nicht jeden Sonntag macht.
Dafür lacht sie auch montags mal
und dienstags. Ja, sie hat die Wahl,
selbst mittwochs mal vom Himmel runter
so richtig strahlend, richtig munter
zu lachen. Oder donnerstags.
Wenn du mich hier zur Sache frags’,
ist meine Antwort sonnenklar:
Ein blauer Himmel samstags war
und ist in puncto Wochenende
mit wilden Partys im Gelände
erwünschter wohl als freitags. Sonne
am Samstag ist die wahre Wonne.
Und diese Woche Samstag will
sie wieder lachen. Putz den Grill …!



Die Bahn
27. Juni 2017, 13:15
Filed under: Reisen | Schlagwörter:

Da fährt die Bahn zum Schlossberg rauf.
Ich seh sie durch das Grün der Bäume,
durchs Fenster wie durch Sommerträume –
dank meiner Brille. Fährt hinauf

die Bahn, kommt bald sie wieder runter.
Ich weiß aus eigenem Erleben,
dass das so ist, denn frei entschweben
kann sie ja nicht. Auch nicht kopfunter.

Zwei-, dreimal bin ich mit der Bahn
zum Schlossberg hochgefahren schon.
Belohnung für die Exkursion
war stets ein kühles Bier. Spontan

entschließe ich mich, jetzt erneut
die Schlossbergbahn mir anzutun.
Der Trip sei Fun auch als Cartoon
gezeichnet, sagt mein Therapeut.



Ich warte …
20. Juni 2017, 18:00
Filed under: Leben | Schlagwörter:

Ich warte nun schon ziemlich lange
und weiß bis heute nicht worauf.
Ich steh in keiner Warteschlange,
nehm keinen Warteraum in Kauf.
Und doch bewegt mich ein Gefühl,
dass alles Warten führt ans Ziel.

Nur weiß ich nicht, an welches Ziel
und was damit verbunden wäre.
Es ist ein pochendes Gefühl.
Es wächst in mir, wird zur Schimäre.
Ich frag mich: Worauf wartest du?
Mir scheint, die Antwort ist tabu.