Diese Scheune bietet allen,
die an Komischem Gefallen
finden, Poesie zum Grinsen
sowie Weisheit voller Binsen.

An der Ampel stand der Hampel-
mann und wartete auf Grün.
Noch bei Rot kam quer ein Trampel
und der Hampelmann fand’s kühn.
Als es grün für ihn war, wagte
sich der Hampelmann auf den
Zebrastreifen. Da versagte
jemandes Verstand. Die zehn
Meter Bremsweg waren zu
kurz, sodass der Hampelmann
übers Auto flog im Nu
und ’ne Himmelfahrt gewann.
Piraten gibt’s von alters her
als Freibeuter auf jedem Meer.
Sie segeln unterm Totenkopf.
An ihrem Schiffsmast hängt der Schopf
von Kapitänen fremder Schiffe,
von Opfern ihrer Übergriffe.
Sie kapern gern bei Nacht und Nebel.
Der Enterhaken ist ihr Hebel,
um Beuteschiffe klarzumachen
zum Entern, schnell an Bord die Wachen
zu massakrieren und sodann
die Schiffe auszurauben. Mann
für Mann geht’s der Besatzung an
ihr Leben. Auch der Steuermann
und der Kombüsenjunge springen
gleich über der Piraten Klingen.
Gemetzel, dass sich Planken beugen.
Piraten brauchen keine Zeugen.
Klaus Störtebeker heißt der “Held”,
der als Pirat dem Volk gefällt,
weil er mit großem Mut agierte,
besonders trinkfest war, goutierte,
dass ihn die Hanse voll bekriegte
und dann vor Helgoland besiegte.
Bei uns sind die PIRATEN in,
ein demokratischer Gewinn,
wie man in Deutschland derzeit meint.
Die Nerds sind zur Partei vereint
und – Hallelujah! Trink mer drauf! –
sie sind ganz vorn und obenauf.
Allem träumerischen Scheine
nach entstieg sie roter Lava.
Augenfällig ihre Beine
und was oben alles da wa’:
blonde Haare, rote Lippen,
kurvenreich Kontur und Blick,
ordentlich was auf den Rippen
und in aller Blöße schick.
Pipilotta sei ihr Name,
stellte sie sich artig vor.
Vollweib sei sie. Keine Dame.
Ihre Stimme klang sonor.
Ich bat sie, für mich zu tanzen.
Das gelang ihr traumhaft gut.
Wünschenswerte Allianzen
zeigte mir mein Übermut.
Pipilotta blieb mir eine
Weile – wie auf Abruf – treu.
Wo auch immer. Wenn ich meine
Augen schloss, war sie im Heu.
Der Pit und die Jolie,
zwei Langhaardackel, nett
und hübsch und irgendwie
sympathisch, stets adrett.
Ein jeder mochte sie,
die beiden, die sich Bett
und Freizeit meistens teilten
und viele Kinder hatten.
Jolie und Pit beeilten
sich eines Tags, der satten
Gesellschaft, wo sie weilten
im Licht mehr als im Schatten,
zu offenbaren, dass
sie sich verloben wollten.
Fast alle fanden’s krass
und dass sie’s bald tun sollten.
Nur mich befiel der Hass,
hab Dackel sie gescholten.
Hippo schwamm mit Jumbo
eine Weile rum, so
dass der Fluss sich fragte,
wer da wen wohl jagte.
Jumbo wollte bleiben.
Hippo ließ sich treiben,
wollte Wasser saufen,
Jumbo lieber laufen,
ging deshalb an Land.
Hippo bald entschwand
seinem Liebesblick,
kam nicht mehr zurück.
Keine Feier ohne Eier!,
heißt zu Ostern die Devise.
Bunt gefärbte – weiß der Geier,
wie viel Eier – sind präzise
hochgestapelt und sortiert.
Nicht ein einz’ges ist verschmiert.
Osterlämmer sind als Kuchen
weiß verpuderzuckert. Schlemmer-
schokoladenhasen suchen
ihren Platz, wo Eier, Lämmer,
andre Osterfestartikel
füllen halbwegs das Vehikel,
einen Einkaufswagen, den er
langsam Richtung Kasse schiebt.
Fühlt sich einer als Mäzen, der
eine Osterparty gibt?
Klar, doch eines muss noch rein
in den Wagen: ganz viel Wein.
Vor der Kasse steht er Schlange.
Ostersamstag ist was los.
Dem Kassierer glüht die Wange
und der Bon wird grandios.
Vollbepackt nimmt er die Stufen.
“Frohe Ostern!”, hört er’s rufen.
Wenn’s hoch kommt, hat er jetzo
drei Viertel seines Lebens
erlebt. Das Intermezzo
zurzeit ist nicht vergebens,
weil’s ihm diskret erlaubt
den Ausblick auf sein Ich.
Es macht sich und verstaubt
ist’s wohl noch lange nich’.
Es kam einst aus dem Nichts
und will ins Nichts entschwinden.
Das lässt ihn angesichts
des Alters nichts empfinden.
Den Abgang will er erst
mit 80 Jahr’n bedenken.
Er meint: Wenn du dich sperrst,
wirst du den Sinn verschenken.
Biomasse? – Yes, we can!
Pferdeäpfel? – I’m your man!
Ich erzeuge meinen Strom
jetzt aus purer Scheiße. – Ohm!
